Insellauf


Flynn ist ein cleverer Bastler, sein Bruder Jack ein begnadeter Sportler - die perfekte Kombination für eine Teilnahme am diesjährigen Insellauf, einem Wettbewerb, der über zehn nahezu unbekannte Inseln führt. Auf denen entsprechend viele Überraschungen lauern.


Insellauf

Taschenbuch, Abenteuerthriller

Die Brüder Flynn und Jack nehmen am ersten Insellauf teil, einem Wettkampf, der sich über Green Waters zieht. Das ist eine abgelegene Inselgruppe, deren Betreten seit über fünfzig Jahren verboten ist. Entsprechend umstritten ist der Lauf, den sie nutzen wollen, um Spuren ihres verschollenen Vaters zu finden. Doch endlich auf den Inseln, bricht der Kontakt zur Außenwelt ab und die Brüder werden mit zwei Teilnehmerinnen zu einer unfreiwilligen Inselübernachtung gezwungen. Am nächsten Tag sehen sie Dinge, die es so nicht geben sollte – und entdecken ein Geheimnis, das nicht nur mit dem Verschwinden ihres Vaters zusammenhängen, sondern ganz Green Waters zum Verhängnis werden könnte … 

 

178 Seiten, für Jugendliche und Erwachsene

 

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Leseprobe (Anfang des 3. Kapitels)

Busch und Baum verschwammen zu bremsendem Braun, Blatt und Halm zu glänzendem Grün. Seichtes Wassergeplätscher und friedliches Vogelgezwitscher verflogen als leises Rauschen im schneidenden Gegenwind des keuchenden Läufers, der sich mit nahezu maschineller Präzision durch das Labyrinth aus Stolperfallen schlängelte. Mit einem unterdrückten Stöhnen steigerte Jack sein zuvor schon mörderisches Tempo zu einem Sprint, der vor dem gegnerischen Läufer endete. Ein angestrengter Blick nach vorne offenbarte ihm, dass sich auf den nächsten hundert Metern nichts als Gras und Bach befand, den er mit einem grazilen Sprung überquerte. Seine Kleidung, ein braunes Rundshirt über einer beigen Hose, war völlig nassgeschwitzt. Dennoch nicht so nass wie die des Verfolgers, der mit einem Platschen am Bach scheiterte.

Ein leichtes Lächeln stahl sich auf das braun-gebrannte Gesicht, über dessen markante Züge Schweiß lief. Selbst die braunen, millimeterkurzen Haare glänzten feucht. Die grünen, entschlossen funkelnden Augen ließen den unbeugsamen Läuferwillen erahnen. Noch hatte er zwar keine Spuren bezüglich Robert oder dem Motorboot gefunden, doch immerhin lief der Lauf gut. 

Ein Röhren unterbrach den gleichmäßigen Rhythmus des Läufers und zog seinen aufgeschreckten Blick zur Seite, auf der sich ein knurrendes Etwas aus der braun verwurzelten Natur schälte. Ein geschecktes Fellmuster, getragen von vier kurzen Beinen. Darüber eine beißerbewährte Fratze. Es war ein Wolf – und damit ein in Rudeln lebendes Raubtier, das trotz Läufertraining im Trab mit Jack mithalten konnte. 

Zu seinem Missfallen tauchten immer mehr Wölfe zwischen den Bäumen auf. Knurrend näherten sich die Raubtiere der potenziellen Beute. Jack biss stöhnend die Zähne zusammen und verfiel abermals in einen Sprint. Sprung über einen weiteren Bach, Haken durch Baum und Strauch, Kramen in der Tasche der beigen Läuferhose. Nach einem bangen Moment des Suchens umschloss die feuchte Hand einige raue Kugeln. 

In der dreiwöchigen Vorbereitungsphase auf den Insellauf hatte er nicht nur ein tägliches Läufertraining absolviert, sondern auch mit Flynn an Überlebensstrategien und Verteidigungsszenarien gearbeitet. Dazu gehörten auch Flynns Entwicklungen, an denen sein Bruder Tag und Nacht im Labor getüftelt hatte. Herausgekommen waren dabei unter anderem die Rauchbälle.

Während sich das Knurren in ein vielstimmiges Jaulen verwandelte, prägte sich der Läufer eilig seinen Flucht-weg ein. Dann schleuderte er die Rauchbälle hinter, neben und vor sich. Mehrere kleine Explosionen wirbelten Sand auf, der in den dichten, blauschwarzen Rauchschwaden unterging.

 

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Eine weitere Leseprobe finden Sie auf pressenet.info. Ein Interview auf rezension.org

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